Benutzeranmeldung

Anmelden




 

 

Swiss Dental Hygienists
Zentralsekretariat
Stadthof
Bahnhofstrasse 7b
CH-6210 Sursee
Tel. +41 (0)41 926 07 90
Fax +41 (0)41 926 07 99
info@dentalhygienists.ch

Fragen und Antworten

Mundtrockenheit: Was sind die Ursachen?

Mundtrockenheit: Was sind die Ursachen?

Mundtrockenheit entsteht in der Regel durch eine verminderte Produktion von Speichel durch die fehlende Aktivität einzelner oder mehrere Speicheldrüsen. Ist das Vorhandensein von Speichel vermindert, wird in der Medizin von Oligosialie gesprochen. Trockenheit der Mundhöhle, weniger als 0,1 ml/min Speichel, wird in der Medizin Xerostomie genannt.

Häufigste Ursachen von Speichelverminderung

  • Depression, Stress, Angst
  • Flüssigkeitsmangel durch zu geringe Trinkmenge
  • Flüssigkeitsverlust durch Fieber, Durchfall, Erbrechen,
  • Schwitzen
  • Nebenwirkungen von Medikamenten (z.B. Psychopharmaka)
  • Mundatmung
  • Rauchen, Alkohol, Kaffee, Cannabis
  • Alter (v.a. Sekretionsverminderung)
  • Aplasie der Speicheldrüsen
  • Krankhafte Entartung der Speicheldrüsen
  • Diabetes
  • Magenresektion
  • Strahlenschäden der Speicheldrüsen
  • Weitere Ursachen

Der Speichel ist sehr wichtig für die Selbstreinigung der Mundhöhle, für die Remineralisation der Zahnhartsubstanz nach säurehaltigen Getränken oder Speisen, für die Verdauung von Kohlenhydraten, und für die Vermittlung von Geschmacksempfindungen. Im Speichel sind Substanzen enthalten, die Krankheitserreger abwehren.

Eine verminderte Speichelproduktion hat für die Zähne folgende Konsequenzen:

  • erhöhte Plaquebildung
  • Kariesaktivität
  • Demineralisation der Zahnkrone, besonders Zahnhalsbereich

Wie lange hält eine Zahnbürste?

Wie lange hält eine Zahnbürste?

Eine Zahnbürste könnte man theoretisch bis zu 3 Monaten benützen. Aus hygienischen Gründen ist zu empfehlen, diese nach 6 Wochen wegzuwerfen. Bei starker Abnützung, das heisst, sobald die Borsten nicht mehr gerade sind, soll man die Zahnbürste ersetzen.

Nach einer Grippe oder Erkältung sollte die Bürste sofort gewechselt werden, da eine Reinfektionsgefahr besteht.

Was ist besser: eine elektrische oder eine manuelle Zahnbürste?

Was ist besser: eine elektrische oder eine manuelle Zahnbürste?

So lange man die richtige Putztechnik anwendet, besteht beim erzielten Putzergebnis kein grosser Unterschied. Die Zahnputzdauer ist bei beiden Methoden gleich, 2 bis 3 Minuten. Wichtig ist bei elektrischen Zahnbürsten, die Gebrauchsanweisung durchzulesen und die entsprechenden Anweisungen einzuhalten.

Warum reagieren meine Zähne auf warm und kalt?

Warum reagieren meine Zähne auf warm und kalt?

Dafür gibt es verschiedene Ursachen: Karies, Nervenentzündung, freiliegende Zahnhälse, defekte Schmelzschicht, sowie diverse weitere Einflüsse: -thermische (warm/kalt)/ -chemische (süss/sauer)/ -mechanische (Berührungen).

Karies:

Der Schmerz ist meist begrenzbar auf ein bis zwei Zähne, gleich bleibend, mit der Zeit stärker werdend, reagiert vorwiegend auf thermische (eher kalte) und chemische (eher süsse) Einflüsse.

Nervenentzündung:

Der Schmerz ist meist begrenzbar auf ein bis zwei Zähne, gleich bleibend, kann in kurzer Zeit sehr akut oder von Tag zu Tag schwächer werden, reagiert vorwiegend auf thermische (zuerst kalte, dann bei Gangrän eher warme) und chemische (eher saure) Einflüsse.

Überempfindliche Zähne und/oder Zahnhälse:

Der Schmerz kann schwerlich bestimmten Zähnen zugeordnet werden. Kann auf alle Einflüsse reagieren, unterschiedlich stark; Tages- oder Saisonbedingt.

Ursache freiliegender Zahnhälse:

Zahnfleischverlust durch tagtägliche Mikro-Verletzungen, durch zu harte Zahnbürste, falsche Zahnputztechnik, aggressive-abrasive Zahnpasten oder chronische unbehandelte Zahnfleischentzündung.

Ursache überempfindlicher Zähne und/oder Zahnhälse:

Schmelzverlust durch direkte Säureeinwirkung (Erosion), durch Parafunktion mit Abrasion, Schmelz- und/oder Dentinverlust durch Säureeinwirkung und falsche Zahnputztechnik.

Tipps:

Oberstes allgemein gültiges Gebot: Nach Säureeinwirkung mit Wasser, Milch, oder Fluoridspüllösung spülen. Mit dem Zähneputzen mindestens 30, besser 60 min. warten.

Welche Getränke machen meine Zähne kaputt?

Welche Getränke machen meine Zähne kaputt?

  • In der heutigen Zeit ist das Angebot an Getränken sehr gross. Die meisten Getränke sind gezuckert und gleichzeitig sauer, dies wirkt sich schlecht auf die Zähne aus
  • In den Getränken, wie Coca Cola, Fanta, Ice Tea, Sinalco etc. sind ungefähr 60 Würfelzucker pro Liter enthalten. Dadurch können diese Getränke bei regelmässigem Konsum Karies verursachen. Vor allem enthalten auch Alcopops sehr viel Zucker.
  • Vorsicht ist geboten, wenn Getränke zudem sehr sauer sind: Zucker "verdeckt" Säure -> Erosionen, Kariesangriff noch intensiver.
  • Kaffee und Tee werden tagsüber oft mit Zucker getrunken.
  • Pausenverpflegung: oftmals Süssgetränke. Bereits Kinder sind auf Geschmack "süss" konditioniert. Statt Tee ohne Zucker oder Wasser nehmen heute die Süssgetränke die Stellung der Hauptgetränke ein.

Warum tritt Karies im Alter vermehrt auf?

Warum tritt Karies im Alter vermehrt auf?

  • Mit zunehmendem Alter lässt die Aufmerksamkeit für die Zahnhygiene oft nach
  • ungesunde, meist weiche, breiige Ernährung
  • Die Sehkraft nimmt ab und der Zahnbelag wird nicht gesehen.
  • körperliche Einschränkungen behindern die manuelle Zahnreinigung.
  • Die Vergesslichkeit nimmt zu.
  • Abnahme Leistung der Speicheldrüsen = trockener Mund.
  • Diverse Medikamente hemmen die Speicheldrüsen v.a. Psychopharmaka, Schlafmedikamente.
  • Prothesen und Brücken wirken als "Plaquefänger" -> eine spezielle Mundhygiene ist dort sehr notwendig.
  • Zahnfleischschwund: Exposition von Wurzeloberflächen, schwierig zu reinigen, Karies bildet sich an diesen Stellen schneller.
  • Infolge Alter und Füllungstherapie hat sich der Zahnnerv zurückgezogen -> Schmerzen entstehen erst, wenn die Karies bereits weit fortgeschritten ist.
  • Recall wird nicht immer eingehalten.
  • Infolge Hospitalisierung oder Einweisung in ein Altersheim werden andere Themen wichtiger als die Zähne. Die Pflegefachleute sind oft ungenügend instruiert über die Hygienemöglichkeiten bei älteren Menschen.

Ab wann sollen kleine Kinder ihre Zähne putzen? Können sie dies bereits als Kleinkind alleine tun?

Ab wann sollen kleine Kinder ihre Zähne putzen?
Können sie dies bereits als Kleinkind alleine tun?

Sobald der erste Zahn durchbricht, kann abends der "Putz-Rhytmus" eingeführt werden. Was heisst das? Spielerisch kann das Öffnen des Mundes geübt werden. Mit einer Gaze "putzen" die Eltern den winzigen Zahn. Das Baby kann auch mit einer "Lernzahnbürste" vertraut gemacht werden, damit darf es bereits selber üben.

Sobald wie möglich - spätestens wenn die Zähnchen grösser sind - Reinigen die Eltern des Kindes mit einer fluoridhaltigen Kinderzahnpaste und einer weichen Zahnbürste.

  • Spielerisch: Sich gegenseitig die Zähne putzen lassen.
  • Vorbild-Funktion: die Eltern putzen sich gleichzeitig ihre Zähne.

Bis ca. 4 1/2-jährig kann das Kleinkind erst die Kauflächen reinigen; die Eltern übernehmen die Reinigung der Innen- und Aussenflächen. Nicht drohend, sondern belohnend helfen die Eltern, wo es noch nicht ganz klappt. Die Eltern kontrollieren und helfen bei der abendlichen Reinigung. Diese Kontrolle und Nachreinigung sowie ein eventuelles Nachputzen sind meist bis nach Schuleintritt notwendig, da die Feinmotorik sich in dieser Wachstumsphase noch entwickelt.

Gibt es Schleckwaren, die meinen Zähnen nicht schaden?

Gibt es Schleckwaren, die meinen Zähnen nicht schaden?

Ja! Produkte, die mit dem Zahnmännchen gekennzeichnet sind, garantieren, dass sie weder erosiv noch kariogen sind. Die Produkte wurden wissenschaftlich getestet.

Achten Sie deshalb beim Kauf von Süssigkeiten auf das Zahnmännchen!

Mehr Informationen dazu unter: www.zahnfreundlich.ch

Was sind die Unterschiede zwischen einer oszillierenden Zahnbürste und einer Schallzanbürste?

Was sind die Unterschiede zwischen einer oszillierenden Zahnbürste und einer Schallzanbürste?

Rundkopfzahnbürsten (oszillierend)
Schallzahnbürsten (vibrierend)

Voraussetzung für die Anwendung beider Bürstentypen ist eine individuelle Instruktion durch eine Fachperson. Nur dann können alle Vorteile dieser Bürsten ausgeschöpft werden. Schäden durch unsachgemässe Anwendung an Zahnhart- und Weichgewebe werden dadurch verhindert.

Rundkopfzahnbürsten (z.B. Braun Oral B, Trisa, Colgate, Signal, Rowenta)

Ihre Borsten oszillieren bis zu 8000-mal pro Minute. Gleichzeitig werden mehrere Tausend Vor- und Rückwärtsbewegungen produziert, mit welchen die Borsten die Plaque von der Zahnoberfläche wegstossen soll. Bei einem der Modelle zeigt ein Timer die empfohlene Putzdauer an und ein Teil der Borsten verliert seine Farbe, wenn die Aufsteckbürste erneuert werden muss. Bei der Braun Oral B ist in jedem Fall die Aufsteckbürste EB 17 Extra Soft zu empfehlen. Werden trotz Instruktion Verletzungen beobachtet, sind schonendere Zahnbürsten zu empfehlen. Dies gilt auch für Patientinnen Kundinnen mit Empfindlichkeiten der Zahnhälse. Bezüglich Plaqueentfernung liegt die Braun Oral B zur Zeit an der Spitze.

Schallzahnbürsten (z.B. Braun Oral B, Sonicare, Waterpik, DentOCare)

Die Borsten werden mit Hilfe gegenpoliger Magnetfelder in Schwingungen versetzt. Um die Zahnoberfläche zu reinigen kombiniert diese Bürste Schallvibrationen und dynamische Strömungsaktivität mit mechanischem Bürsten und ist dadurch auch effizient einsetzbar um oberflächliche Verfärbungen zu entfernen. Diese Mechanismen haben neben einer guten umfassenden Plaqueentfernung auch eine Reduktion der Spirochäten und des Biofilms zur Folge. Der Einsatz der Schallbürste zeigt daher auch Erfolge in der Gingivitis- und Taschenreduktion. Schallbürsten sind besonders bei Patienten mit Rezessionen, keilförmigen Defekten, Zahnfleischverletzungen und Zahnfleischempfindlichkeiten indiziert. Hinzu kommt noch, dass bei Trägern von festsitzenden, orthodontischen Apparaturen eine optimale Reinigung festgestellt wird. Die Angewöhnungsphase, bedingt durch das „Kitzeln“ am Zahnfleisch, dauert ca. eine Woche.

Quelle: Sonderdruck aus SWISS DENT 23 (2002) Nr. 19 und 11

Mundgeruch: Was sind die Ursachen?

Mundgeruch: Was sind die Ursachen?

Die Ursache des Mundgeruches (Halitosis) ist in 80 – 90% der Fälle in der Mundhöhle zu suchen. Neben den oralen Ursachen stehen Erkrankungen aus dem Hals-Nasen-Ohren-Bereich an zweiter Stelle (chronische Mandel- oder Kieferhöhlenentzündung). Der Magen und der Intestinaltrakt sind normalerweise so gut abgedichtet, dass in der Regel keine Gerüche in die Mundhöhle gelangen können. Begünstigende Faktoren für die Mundgeruchsbildung sind zudem Rauchen, Mundatmung, Schnarchen, Medikamente, Fastenperioden oder Stress.

Der üble Geruch wird durch Bakterien erzeugt, welche Substanzen aus dem Speichel, aus Nahrungsresten usw. zu gasförmigen Schwefelverbindungen abbauen. In Schlupfwinkeln wie zum Beispiel bei nur teilweise durchgebrochenen Zähnen oder anderen Nischen können sich Reste aus der Nahrung ansammeln und sind der Hygiene nicht zugänglich. Eine schlechte Mundhygiene wirkt sich begünstigend aus für Mundgeruch, da die Retention von Nahrungsresten und bakteriellen Belägen (Plaque) an kariösen Zähnen, in Zahnfleischtaschen, auf Zahnstein, in Füllungsdefekten, unter Kronenrändern und in den Zahnzwischenräumen grösser ist als bei guter Mundhygiene. Zudem ist die Zunge das primäre Bakterienreservoir der Mundhöhle. So befinden sich ca. 60% der oralen Mikroorganismen auf der Zunge. Personen mit Mundgeruch weisen meistens mehr Zungenbeläge auf als Personen ohne Mundgeruch. Somit gehört die Problematik des Mundgeruches in den Zuständigkeitsbereich des Zahnarztes oder der Dentalhygienikerin.

Was kann gegen Mundgeruch (Halitosis) helfen:

Kariöse Zähne, undichte Füllungs- und Kronenränder, halb durchgebrochene Zähne, Gingivitis oder Parodontitis müssen behandelt werden, Zahnstein muss entfernt werden. Eine Optimierung der Mundhygiene muss angestrebt werden. Dazu gehören die regelmässige Reinigung der Zähne, der Zahnzwischenräume und der Zunge. Bei Mundgeruch ist die Zungenreinigung besonders wichtig. Diese kann mit einem dazu geeigneten Zungenschaber oder der Zahnbürste durchgeführt werden. Unterstützt werden kann diese Reinigung mit chemopräventiven Zahnpasten und Spüllösungen.

Quelle: Prof. U.P. Saxer, PZZ
CANDIDA Dental-Forschung

In der Schweiz gibt es auch Zentren, die Mundgeruch (Halitosis) – Sprechstunden anbieten:

Halitosis Sprechstunde der Uni Basel
Prof. Dr. Andreas Filippi
Hebelstrasse 3
4056 Basel
Tel. 061 / 267 26 10

PZZ – Prophylaxe Zentrum Zürich
Herzogenmühlestrasse 14/20
8051 Zürich
Tel. 044 325 15 00

Dr. med. dent. Alexandros Stassinakis
Hauptstrasse 23
2575 Gerolfingen
Tel. 032 396 41 91

Interdisziplinäre Halitosissprechstunde
Zahnmedizinische Kliniken der Universität Bern
Freiburgstrasse 7
3010 Bern
Tel. 031 632 25 45 (66)
Fax 031 632 98 84